Testkäufe

Wenn man gerne mit anderen Menschen kommuniziert und sich auch entsprechend präsentieren kann, ist das schon einmal eine der besten Voraussetzungen für die Ausübung dieser Tätigkeit. Als Testkäufer arbeiten bedeutet, sich auf verschiedene Situationen und Menschen einstellen zu können. Ansonsten wird sowieso genau definiert, was der Auftraggeber herausfinden möchte.

Voraussetzungen für die Arbeit als Testkäufer sind auf jeden Fall ein ansprechendes Äußeres und ein sicheres Auftreten. Der Auftraggeber hat seine Vorstellungen, was das Alter, Geschlecht, Aussehen oder auch andere Kriterien angeht. Daher kann es sein, dass man für manche Jobs nicht in Frage kommt. Aber nur nicht verzagen, es gibt genug Angebote. Bei Gigajob oder Kimeta kann man nach Jobs für Testkäufer Ausschau halten.

Wichtig: natürlich braucht man für die Ausübung dieses Jobs einen Gewerbeschein. Den erhält man beim zuständigen Gewerbeamt, dessen Sitz von Gemeinde zu Gemeinde variiert. Wenn man sich nicht sicher ist, kann man auch das zuständige Finanzamt kontaktieren. Auf jeden Fall muss das Einkommen ja sowieso bei der Steuererklärung angegeben werden.

Die Einsatzbereiche eines Testkäufers sind sehr vielseitig: es geht nicht nur um Einkäufe, sondern auch um Kundengespräche und Serviceleistungen. Daher gibt es verschiedene Einsatzorte wie Banken, Bekleidungsgeschäfte, Frisöre, Restaurants, Supermärkte, Versicherungsbüros, Werkstätten und vieles mehr.

Der Testkäufer testet den Betrieb an, das heißt, er gibt etwas zurück (Reklamation), kauft etwas, möchte eine Dienstleistung in Anspruch nehmen oder einfach nur ein Beratungsgespräch zu einem bestimmten Produkt haben. Die Aufgabenstellung ist klar definiert.

Nach Abschluss der Recherche füllt er einen Fragebogen aus. Deshalb ist es erforderlich, dass er während des Gespräches sehr aufmerksam ist und später gut wiedergeben kann, was passiert ist.

Der Sinn eines Testkaufs ist es, die Serviceleistung des Betriebs kritisch zu hinterfragen. Der Auftraggeber möchte natürlich, dass die Kunden optimal betreut werden. Also wird den Mitarbeitern in puncto Kundenfreundlichkeit und Sachkompetenz auf den Zahn gefühlt.

Schwarze Schafe gibt es leider auch hier wie überall. Deshalb sollte man Agenturen ganz genau unter die Lupe nehmen, bevor man über sie Testkäufe tätigt. Es kann halt passieren, dass nach getaner Arbeit die Zahlungsmoral der Vermittlungsfirma zu wünschen übrig lässt. Vielleicht am Anfang eher kleine Aufträge ausführen, damit man im Fall der Fälle nicht auf hohen Kosten (Kaufpreis und Fahrtkosten) sitzen bleibt.

Der Verdienst hängt natürlich vor allem vom Auftragsvolumen ab. Kleinere Jobs bringen halt weniger Geld ein als umfangreichere Aufträge. Der Stundenlohn kann zwischen 10 und 20 Euro betragen. Das hängt auch davon ab, wie schnell man arbeitet (Verkaufsgespräch, Fragebogen ausfüllen und sonstiges).

Fazit:

Wem es liegt, mit fremden Menschen umzugehen und wer auch gleichzeitig eine gute Beobachtungsgabe hat, kann als Testkäufer Geld verdienen und auch noch Spaß dabei haben. Natürlich muss man abwägen, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt (Fahrtkosten, Zeitaufwand).

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