Supermarkt

Es ist schwer für Menschen, die ohne Ausbildung oder gar ohne Schulabschluss im Berufs- und Arbeitsleben Fuß fassen wollen. Nicht selten suchen sie ihr Heil bei Zeitarbeitsfirmen, werden dort unter Vertrag genommen und arbeiten einen Tag hier und einen anderen Tag dort. Die Entlohnung dieser Tätigkeit ist entsprechend und reicht in der Regel nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Dass dies ein grundsätzliches Problem von ungelernten Arbeitskräften ist, steht außer Frage. Dennoch muss und kann es auch für solche Menschen Arbeitsverhältnisse geben, bei denen sie eben nicht von Arbeitgeber zu Arbeitgeber herumgereicht werden und nicht sicher sein können, am nächsten Tag wieder arbeiten gehen zu dürfen.Eines dieser Arbeitsverhältnisse kann eine Tätigkeit in einem Supermarkt sein. Gerade dort werden immer mal wieder Kräfte zum Auffüllen der Regale oder als Inventurhilfen gesucht. Letztere Angebote richten sich jedoch in der Mehrzahl der Fälle an Studenten oder Hausfrauen, weil es sich bei der Tätigkeit um eine oft einmalig stattfindende Tätigkeit handelt, für die ein eher geringes Entgelt im Wege der so genannten Mini-Jobs gezahlt wird. Dennoch ist es auch hier ungelernten Arbeitskräften ohne weiteres unbenommen, sich als Inventurkraft zu bewerben, damit auf diese Weise ein wenig Geld in die Kasse kommt.
Was jedoch die Tätigkeit als Auffüllkraft in einem Supermarkt angeht, so sind diese Jobs kaum in den Stellenbörsen der örtlichen Tageszeitungen zu bekommen. Vielmehr müssen sich Interessenten entweder persönlich an den Marktleiter im Supermarkt wenden und dort nach einer Stelle als Auffüllkraft erkundigen oder aber man nutzt das Internet und sucht bei diversen Personalagenturen nach einer freien Stelle als Auffüllkraft in einem Supermarkt. In der Regel ist es nicht schwer, an solche Stellen zu kommen, da die Verbrauchermärkte immer nach Arbeitskräften suchen und nicht selten auch eine nicht unerhebliche Fluktuation unter den Stelleninhabern besteht. Weil, und das müssen Bewerber um eine Stelle als Auffüllkraft in einem Supermarkt bedenken, die Arbeitsbedingungen und noch viel mehr die Arbeitszeiten für manche Menschen ein nicht unerhebliches Problem darstellen. Waren auffüllen bedeutet eine körperlich anspruchsvolle Tätigkeit. Und der Beginn der Tätigkeit ist in der Regel auch immer vor dem eigentlichen Öffnen des Supermarktes am Morgen. Denn die Kunden wollen die Regale bereits beim Verkaufsstart gefüllt sehen und nicht darauf warten, bis die Auffüllkräfte die Waren aus dem Lager holen. Da ist es nicht unüblich, dass die Arbeitszeit bereits um 6.00 Uhr oder früher beginnen muss, je nachdem, wann der Supermarkt öffnet. Dann kann der Arbeitsbeginn auch schon mal vor 6.00 Uhr liegen. Und wenn der Markt – wie in Großstädten nicht unüblich – bis 22.00 Uhr geöffnet hat, dann kann es durchaus vorkommen, dass die Auffüllkräfte auch schon mal während des Nachmittages anrücken müssen, um die Regale wieder zu befüllen. Meist geschieht das aber nur mit einer eher geringen Anzahl an Auffüllkräften, da es während des laufenden Einkaufsbetriebs für die Kunden sonst zu störend ist.
Aber auch oder auch gerade wegen der hier genannten möglichen Nachteile sollte niemand davor zurückschrecken, sich als Auffüllkraft in einem Supermarkt zu bewerben. Denn unter Umständen ist es ja denkbar, dass nach einer gewissen Einarbeitungs- und Eingewöhnungsphase der Marktleiter so zufrieden mit dem Mitarbeiter ist, dass er diesen im Verkaufs- oder Beratungsbereich fest anstellt und dieser so Fuß fasst auf dem Arbeitsmarkt.