Pfandgutsammler

Jede leere Saft- oder Bierflasche aus Glas ist 8 Cent Pfand wert und jede Weinflasche aus Glas 3 Cent. Dosen und Einwegflaschen bringen sogar 25 Cent Pfand, weshalb immer mehr Menschen Pfandgut sammeln. Gern gesehen ist das allerdings nicht immer.

Pfandgut sammeln: Lohnt sich das?

Viele Menschen werfen Pfandflaschen und Dosen einfach weg. In Mülleimern und auf öffentlichen Plätzchen liegt also eine Menge Geld herum, wenn man einmal genau hinsieht. Ob es sich allerdings lohnt, bewusst loszuziehen und Pfandgut einzusammeln, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So ist es beispielsweise wichtig, wo man wohnt. In einer Großstadt finden sich logischerweise mehr Plätze, an denen Pfandflaschen zu finden sind. Zudem kann es sein, dass das Gebiet, in dem man sucht, bereits von einigen Pfandflaschensammlern „eingenommen“ ist. Wer an den entsprechenden Stellen Pfandgut sammelt, riskiert Auseinandersetzungen und Ärger. Außerdem sind viele Menschen darauf angewiesen, Flaschen und Dosen zurückzugeben. Deshalb sollte man sich vorher vergewissern, dass man niemandem, der das Geld dringender braucht, das Pfandgut wegschnappt.
Ob es sich lohnt, das eigene Einkommen durch das Sammeln von Pfandflaschen aufzustocken, hängt also von verschiedenen Dingen ab. Auch gesetzliche Regelungen müssen beachtet werden. Grundsätzlich ist es kein Problem, Bierdosen, Weinflaschen oder Plastikflaschen zu sammeln und abzugeben. Allerdings dürfen Supermärkte die Annahme von gesammeltem Pfandgut limitieren oder komplett verbieten. Oftmals wird dies auch getan, da große Ladenketten von jeder nicht zurückgegebenen Dose profitieren. Glücklicherweise gibt es in den meisten Städten mehrere Geschäfte und so sollte es kein Problem sein, das Pfandgut loszuwerden.

Profitabel sammeln

Wer sich etwas dazu verdienen möchte, sollte beim Sammeln von Pfandgut einige Dinge beachten. So ist es in erster Linie wichtig, die richtigen Sammelplätze zu finden. Insbesondere auf Schulhöfen, in der Nähe von Supermärkten und auf Picknick- und Grillplätzen finden sich Flaschen. Auch Züge und S-Bahnen eignen sich als Sammelrevier, jedoch sollte man auf die dort sitzenden Fahrgäste achten.
Wem es unangenehm ist, Mülleimer nach Flaschen zu durchsuchen, der kann auch in der Dämmerung auf die Suche gehen. Auch die Stunden, bevor die Müllabfuhr unterwegs ist, sind erfolgversprechend und man muss sich keine Gedanken um komische Blicke machen. Gute Sammelplätze sollte man natürlich niemandem verraten. Hat man erst einmal mehrere Stellen gefunden, an denen täglich viele Pfandflaschen herumliegen, lässt sich aus dem Flaschensammeln ein profitables Geschäft machen. Der Zeitaufwand ist zwar hoch, doch wer mit einem Fahrrad oder Skateboard unterwegs ist, kann sein Sammelrevier schnell abklappern.

Was man sonst noch beachten sollte

Pfandgutsammler benötigen eigentlich nur etwas Zeit und eine Behälter, in dem sie Flaschen und Dosen verstauen. Aus hygienischen Gründen empfiehlt es sich jedoch, beim Stöbern in Mülleimern Handschuhe anzuziehen. Zudem sollte man sich regelmäßig die Hände waschen. Auch ein Greifwerkzeug sollte man stets dabei haben, falls sich eine Pfandflasche in einem Gebüsch oder Container befindet. Zuletzt benötigt man festes Schuhwerk, wenn man auf Grillplätzen unterwegs ist.
Pfandgut sammeln ist also eine gute Möglichkeit, Geld zu verdienen. Ein kleiner Bonus lässt sich erzielen, wenn man Passanten, die Pfandflaschen in der Hand halten, darum bittet. Die meisten Menschen willigen ein und so hat man als Pfandgutsammler schon wieder 25 Cent mehr.