Pfandgut sammeln

Das Sammeln von Pfandflaschen und -dosen ist zum beliebten Hobby geworden und das aus gutem Grund. Denn das gesammelte Pfandgut kann gegen Bares im Supermarkt umgetauscht werden und außerdem ist ein Spaziergang oder eine Radtour an der frischen Luft ja auch nicht zu verachten. Das Geld liegt praktisch auf der Straße.

Eine Voraussetzung für das Sammeln von Pfandgut gibt es nicht. Es ist jedoch sinnvoll, einige Tüten beziehungsweise Müllsäcke mitzunehmen. Aus Hygienegründen empfiehlt es sich außerdem, beim Sammeln von Pfandgut Handschuhe anzuziehen.

Um gute Sammelstellen für Flaschen und Dosen ausfindig zu machen, sollte vor allem auf Spielplätzen, in Parks, am Straßenrand und in der Nähe von Sitzbänken Ausschau gehalten werden. Aber auch neben öffentlichen Mülltonnen lässt sich hin und wieder wertvolles Pfandgut finden. Man kann auch andere Menschen – zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Wartebereichen – höflich fragen, ob sie einem ihr leergetrunkenes Pfandgut überlassen, bevor sie es in den Müll werfen oder wegschmeissen. Das kann bei ansprechendem Äußeren und freundlicher Mimik ganz gut funktionieren.

Verboten ist das Pfandgutsammeln definitiv auf Bahnhöfen und Privatgeländen. Zu letzteren zählen auch die Supermärkte samt ihren Parkplätzen. Auch aus Entsorgungscontainern darf man kein Pfandgut entnehmen, das ist definitiv Diebstahl.

Wegen möglicher Konkurrenz, sprich anderer Pfandgutsammler, sollte das Haus möglichst früh verlassen und mit dem Sammeln begonnen werden. Zu dieser Zeit darf es nicht zu dunkel sein, um keine Pfanddosen oder -flaschen zu übersehen. Also idealerweise in der Morgendämmerung.

Bei einem Fußballspiel ist es ratsam, während des Spiels oder kurz danach mit dem Sammeln anzufangen. Da die Stadien flaschen- und dosenfreie Zone sind, empfiehlt es sich, die Wege abzusuchen, auf denen die Fans zum Stadion gelotst werden.

Wenn man im Dunkeln unterwegs ist, egal ob frühmorgens oder spätabends, sollte man entsprechend gekleidet sein (eventuell mit Warnweste), damit man auch von den anderen Verkehrsteilnehmern gut gesehen wird.

Manche Geschäfte wollen verbeultes oder beschädigtes Pfandgut nicht zurücknehmen. Dazu sind sie aber ab einer Ladengröße von 200 qm laut Verpackungsverordnung verpflichtet. Da das lädierte Pfandgut von den Pfandautomaten nicht angenommen wird, muss es per Hand gezählt werden. Dass die Mitarbeiter der Geschäfte da keine Lust drauf haben und meist auch keine Zeit, ist zwar verständlich, aber weder kundenfreundlich noch im Einklang mit der Verpackungsverordnung.

Die Bestimmungen zum Einwegpfand legen nämlich fest, dass diese Geschäfte Pfandgut, das aus dem gleichen Material wie das von ihnen vertriebene Einwegpfandgut besteht (also PET, Glas oder Metall), zurücknehmen müssen. Es ist nur relevant, dass die DPG-Kennzeichnung unversehrt und gut erkennbar ist, deshalb kann man gesammelte Dosen getrost flachdrücken.

Wenn das entsprechende Geschäft die Annahme verweigert, ruhig auf die Verpackungsverordnung hinweisen und sich nicht abwimmeln lassen. Um ganz sicher zugehen und wenn es sich nicht um zu viele Dosen handelt, kann man sie natürlich auch rund lassen oder zerdellte Dosen wieder gerade biegen. Total zugedreckt sollte das Pfandgut natürlich auch nicht sein.

Der Verdienst ist nicht gerade gering. Einwegpfand ist hierbei am lukrativsten (25 Cent pro Stück), aber auch bei Mehrwegbehältern (8 bzw. 15 Cent pro Stück) läppert sich das Ganze bei einer entsprechenden Stückzahl. Letztere sind allerdings oft aus Glas und dementsprechend schwer und raumfordernd.

Fazit:

Pfandgut umtauschen lohnt sich definitiv immer, denn das Geld liegt ja praktisch auf der Straße respektive am Wegesrand. Außerdem ist es gut für den Umweltschutz, denn es liegt weniger Müll in der Natur herum und die wertvollen Rohstoffe können dann recycelt werden.

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