Mikrojob (Crowdsourcing)

Mikrojobs sind kleine Aufgaben, die nicht von Maschinen erledigt werden können, aber trotzdem schnell und effizient abgeschlossen werden sollen. In vielen Betrieben fällt regelmäßig oder auch nur im Rahmen einzelner Projekte eine Vielzahl von solchen kleinen Aufgaben bzw. Jobs an. Dabei kann es sich sowohl um die Klassifikation von Webseiten, um das Übertragen einer aufgenommenen Sprachnachricht in Text oder um eine Einschätzung der Stimmung von Musikstücken handeln. Auch das Schreiben oder Übersetzen von Texten wird zum Teil als Mikrojob angeboten. Dabei müssen sich an solchen kleinen Arbeiten interessierte Personen meist auf einer Webseite registrieren und können sich dann bei Bedarf während der Kaffeepause oder zwischen den Vorlesungen ein paar Euro dazuverdienen.

Nach dieser meist schnell abgeschlossenen Registrierung kann es dann mit den ersten kleinen Jobs für kleines Geld losgehen. Hierbei wird man pro absolviertem Auftrag bezahlt, wobei man meist den zu erwartenden Lohn in der Liste der auswählbaren Mikrojobs einsehen kann.Tests gewährleisten Qualitätsstandards

Oftmals muss man auch bei der Anmeldung oder bevor man verhältnismäßig gut bezahlte Aufgaben erledigen kann einen entsprechenden Test ablegen. Diese Tests sollen gewährleisten, dass den Auftraggebern der Crowdsourcing-Seiten gegenüber stets ein gewisses Qualitätsniveau gewährleistet ist. Wenn man etwa bei einem Übersetzungstest eine automatische Übersetzung aus dem Internet abgibt, so kann man nicht damit rechnen, für weitere Übersetzungsaufgaben freigeschaltet zu werden. Darüber hinaus wird mit diversen Verfahren gewährleistet, dass man sich tatsächlich mit den jeweiligen Aufgabenstellungen beschäftigen muss und nicht einfach nach dem Zufallsprinzip arbeiten kann. Es ist also beispielsweise nicht sinnvoll, bei der Frage, ob man ein bestimmtes Musikstück eher als heiter oder traurig einstufen würde, zufällig eine Antwort auszuwählen. Dies führt oft langfristig zu einem Ausschluss aus der Community, da die Antworten mit denen anderer Nutzer verglichen werden.

Aufträge in Hülle und Fülle?

Große Crowdsourcing-Anbieter wie etwa das z.B. in den Vereinigten Staaten laufende Mechanical-Turk-Programm von Amazon verfügen dabei meist über eine weite Vielfalt und Vielzahl von Angeboten an Mikrojobs. Allerdings können sich auf verschiedenen Seiten durchaus auch schon einmal Engpässe ergeben, in denen viel weniger Mikrojobs verfügbar sind, als die Seite Nutzer hat. Mit solchen Engpässen sollte natürlich gerechnet werden. In diesen Fällen ist es meist sinnvoll, sich auf mehreren Seiten gleichzeitig registriert zu haben, um die eigene Auswahl an potentiell zu bearbeitenden Mikrojobs zu vergrößern.
Außerdem kann man die Anzahl an wählbaren Aufträgen oft durch das Absolvieren von Tests zu verschiedenen Schlüsselqualifikationen vergrößern. Hier kann man persönliche Fähigkeiten wie z.B. Englischkenntnisse gewinnbringend in die Welt der Mikrojobs einbringen.

Mikrojobs – die Masse macht es

Wie der Name schon andeutet lassen sich mit einzelnen Mikrojobs meist nur kleine Geldbeträge verdienen. Zum Teil beträgt die Bearbeitungszeit nur wenige Minuten, und entsprechend gering ist dann auch der mit der Erledigung dieser Aufgabe erzielte Verdienst. Allerdings kann durch die Abarbeitung vieler solcher Jobs unter Umständen, je nach einigen Fähigkeiten und eigener Arbeitsgeschwindigkeit, auch ein beachtenswertes Nebeneinkommen erarbeitet werden. Dabei können für eine bestimmte Person ähnlich arbeitsintensive Tätigkeiten durchaus verschieden bezahlt werden. Es ist also durchaus sinnvoll, hier die verschiedenen Angebote von Mikrojobs auf diversen Seiten zu vergleichen und den jeweils am besten bezahlten Job auszuwählen.