Medikamente testen

Wer ein gewisses Maß an Risiko vertragen kann und sich gerne etwas dazuverdienen möchte, kann Proband werden und verschiedene Medikamente testen.

Die Voraussetzungen, um Proband zu werden unterscheiden sich von Pharmaunternehmen zu Pharmaunternehmen.

Es ist nicht zwingend notwendig, gesund zu sein. Gerade dann, wenn eine Krankheit besteht, kann das für die Studie besonders interessant sein – und natürlich für einen selber, da man als einer der ersten Menschen die Möglichkeit bekommt, ein eventuell heilsames Präparat zu testen.

Der Bedarf an Medikamententestern ist so hoch, dass garantiert jeder eine Chance hat, bei einem Pharmaunternehmen angenommen zu werden.

Das Angebot der Probandenstudien ist äußerst mannigfaltig.

Fragen Sie einfach mal bei den Kontaktadressen von Testkliniken nach. Unter anderem kann es sogar möglich sein, dass der Proband ein anderes, schon zugelassenes Medikament oder ein wirkungsloses Scheinpräparat (Placebo) erhält und mit anderen Probanden zeitgleich getestet wird.

Ein gewisses Risiko besteht bei dieser Tätigkeit immer. In der Regel wird der Proband mit temporären Nebenwirkungen konfrontiert, die nach der Studie meistens wieder verschwinden. Möglicherweise treten dauerhafte Schäden oder Erkrankungen durch die Studie auf. Alle Medikamente, die es zu testen gilt, haben zuvor zahlreiche Vorstudien, z.B. Tests an Tieren, durchlaufen.

Die Medikamententests können entweder ambulant oder stationär durchgeführt werden. Der Vorteil bei ambulanten Tests besteht darin, dass der Proband wie gewohnt seinem Alltag nachgehen kann, während er regelmäßig Medikamente zu sich nimmt. Stationäre Tests hingegen sind viel ausführlicher, dafür ist der Verdienst aber auch deutlich höher und Kost und Logie sind frei.

Die Aufwandsentschädigung kann von wenigen hundert Euro bis hin zu mehreren tausend Euro reichen, sie hängt vom Zeitaufwand, den Bedingungen und den Risiken ab.

Aber Vorsicht vor schwarzen Schafen: manchmal soll man vor der Studie Geld bezahlen (für Kurse, Infomaterial oder auch Vermittlungsgebühren) oder man wird mit immensen Summen angelockt.

Fazit:

Dadurch, dass die Nachfrage an Probanden noch sehr groß ist, ist der Verdienst auch sehr hoch. Ob es das Risiko denn auch wirklich wert ist, eventuell bleibende Gesundheitsschäden davonzutragen, muss jeder für sich entscheiden. Dem steht entgegen, dass man durch die Teilnahme an dieser Studie vielleicht einen wichtigen Beitrag zur Erforschung eines lebenserleichternden oder -rettenden Medikamentes leistet.

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