Dienstleister

In einem Dienstleistungsberuf wird eine Dienstleistung für andere, meistens fremde Menschen erbracht. Dabei werden keine Waren sowie Produkte gehandelt oder getauscht, sondern der Leistungsaustausch erfolgt durch eine körperliche oder geistige Tätigkeit des Dienstleisters. Der hat in der heutigen Zeit ein breites Gebiet, um mit seinem auch ungelernten oder ungeschulten Angebot Geld zu verdienen. Gängige Beispiele für einen Dienstleister sind Berufstätigkeiten wie

• Babysitter
• Bügelhilfe im Privathaushalt
• Fahrradkurier
• Fahrdienst für Pflegebedürftige
• Hausmeisterservice
• Gartenpflege [Rasen mähen, Unkraut jäten]
• Pflegeassistent [ungelernt]
• Reinigungskraft
• Umzugshelfer
Wenn von einem Dienstleister gesprochen wird, dann ist damit oft, aber keineswegs immer der selbstständige Unternehmer gemeint. Für den Selbstständigen mit einem eigenen Kundenstamm gibt es keine Verdienstoberbegrenze. Die liegt bei Dienstleistungen, die als Minijob verrichtet werden, bei insgesamt 450 Euro monatlich. Diese Summe kann durchaus bei mehreren Arbeitgebern verdient, sie darf insgesamt jedoch nicht überschritten werden. Das kann der Dienstleister durch die Annahme oder das Ablehnen von Aufträgen selbst beeinflussen.Ein Dienstleister sollte die von ihm angebotene Dienstleistung gut bis hin zu sehr gut beherrschen. Das gilt für den Hausmeisterservice als Dienstleister ebenso wie für den Gartenhelfer oder für den Umzugshelfer. Jede Berufssparte hat ihre Eigenarten, für die Knowhow und Berufserfahrung notwendig sind. Erst diese Eigenschaften machen den Mitarbeiter zu einem wirklich gefragten Dienstleister. In dieser Situation lässt sich mit der angebotenen Dienstleistung buchstäblich viel Geld verdienen.

In der heutigen Zeit werden vielfältige und vielseitige Arbeiten von den Firmen ausgelagert. Die Arbeit bleibt nach wie vor vorhanden; mit diesem Outsourcing sparen die Firmen jedoch an den eigenen Personal- und Verwaltungskosten. Sie arbeiten punktuell, projekt- sowie anlassbezogen mit einem externen Dienstleister zusammen. Das ist die Chance für den Einzelunternehmer, der sich mit seiner Dienstleistung selbstständig gemacht hat. Er ist frei in seiner Entscheidung, welche Aufträge er zu welchen organisatorischen und finanziellen Bedingungen übernehmen oder auch ablehnen möchte. Der Dienstleister hat direkten Einfluss auf seinen unternehmerischen Erfolg. Wie es heißt, arbeitet er auf eigene Chance sowie auf eigenes Risiko.

Wer in seinem Beruf keine Anstellung als Arbeiter oder Angestellter findet, der sollte auf jeden Fall die Möglichkeit prüfen, sich als Dienstleister selbstständig zu machen. Das ist mit der Anmeldung eines Gewerbes bei der Gemeindeverwaltung am Wohnsitz denkbar einfach und kostet in der Regel einen niedrigen zweistelligen Eurobetrag. Der Dienstleister kennt seine Berufsbranche und hat in der Regel schon bestehende Kontakte dorthin. Das gilt für die Reinigungskraft ebenso wie für einen Umzugshelfer. Der Dienstleister kann alle Ausgaben im Zusammenhang mit seiner Selbstständigkeit steuerlich geltend machen. Die Ausgaben werden von den erzielten Einnahmen abgezogen, und erst von dem Restbetrag wird die jährliche Einkommensteuer berechnet. Umgekehrt gilt für den Dienstleister keine monatliche Verdienstobergrenze wie bei einem Minijob mit 450 Euro.

Der Dienstleister ist kein Arbeit-, sondern ein Auftragnehmer. Das macht die Situation für den Auftraggeber denkbar leicht. Er bezahlt lediglich die vom Dienstleister ausgestellte Rechnung. Darüber hinaus hat er weder Verwaltungsaufwand noch Kosten. Der selbstständige Dienstleister sorgt selbst für die Versteuerung seiner Einnahmen sowie für seine Versicherungen gegen Krankheit und Unfall.

Meistens ist der Dienstleister ein Selfmademan. Je cleverer, innovativer und einsatzfreudiger er ist, umso besser sind seine Chancen zum Geld verdienen. Er sollte für sich entscheiden, ob er seine Dienstleistung als Minijob anbietet und in seinem monatlichen Verdienst auf 450 Euro begrenzt bleibt oder ob er dauerhaft mehr Geld verdienen möchte. Das ist in vielen Fällen durchaus möglich. Wenn sich der Betroffene diese Frage mit einem Ja beantwortet, dann sollte er ein selbstständiges Gewerbe anmelden. Unter den Begriffen „Hausmeisterservice, Gartenpflege, Umzugshilfe“ lassen sich viele Dienstleistungen subsummieren, mit denen dauerhaft durchaus Geld zu verdienen ist.