Computerspiel entwickeln

Es ist der Traum vieler Menschen, ein eigenes Computerspiel zu entwickeln und damit Geld zu verdienen. Dieser Traum zerplatzt aufgrund ihrer Ungeduld aber oft wieder. Heutzutage gibt es jedoch eine Vielzahl von Anwendungen, die die Erstellung eines Computerspiels enorm vereinfachen. Wer eine gute Spielidee hat, kann ja versuchen, diese in die Realität umzusetzen. So schafft man nicht nur etwas Eigenes, sondern macht auch anderen Menschen eine Freude.

Voraussetzungen sind eben die zündende Idee und ein gutes Computerspielerstellungsprogramm. Einige davon gibt es als kostenlose und kostenpflichtige Version. Zum Testen reicht sicher die kostenlose Variante.

Der RPG Maker ist kinderleicht zu bedienen. Wie der Name schon sagt, ist er primär für die Erstellung von Rollenspielen (RPG = Role Playing Game) gedacht. Fast alle Module sind vorgefertigt, so kann man gleich mit dem Erstellen eines Spieles beginnen. Es besteht auch die Möglichkeit, diverse Scripte herunterladen, um zum Beispiel das Kampfsystem oder das Layout zu verändern. Es gibt auch eine inoffizielle Sprachdatei, die man sich runterladen und dann austauschen kann, damit man den RPG Maker größtenteils auf Deutsch verwenden kann.

Ansonsten empfiehlt sich der GameMaker, da man zum Verwenden auch keine Vorkenntnisse braucht und man damit wirklich alles vom Ladebildschirm bis zum Ende des Games programmieren kann (im Bezug auf 2D-Spiele auf jeden Fall). Mit der Vollversion können auch coole 3D-Spiele erstellt werden. Als Einstieg für den richtigen Umgang mit diesen Programmen ist es ratsam, diverse Einführungsanleitungen und -videos, die sich haufenweise im Internet finden lassen, zu sichten.

Wichtig: vor dem ersten Spielverkauf muss auf jeden Fall ein Gewerbeschein her, diesen bekommt man beim zuständigen Amt – dem Gewerbeamt. Wo dieses zu finden ist, ist von Kommune zu Kommune verschieden.

Ein gutes Spiel ist ein Spiel, das Spaß macht. Daher bieten sich abwechslungsreiche Schauplätze und interessante, originelle Protagonisten an. Der eine oder andere Überraschungseffekt ist bestimmt auch nicht verkehrt.

Um die Qualität des eigenen Spieles einschätzen zu können, empfiehlt es sich, einige kostenlose Browsergames anzuspielen oder Onlineportale mit sehr einfach strukturierten Freegames zu besuchen. Solche kleinen Spiele lassen sich im Gegensatz zu den meisten kostenpflichtigen Spielen mit relativ wenig Arbeit selbst erstellen und Geld verdienen lässt sich damit auch ganz gut.

Um Einnahmen durch ein Computerspiel zu erzielen, gibt es mehrere Wege. Je nachdem, wie gut das selbst entwickelte Spiel ist, kann es entweder verkauft oder irgendwo kostenlos angeboten werden. Ein kostenloses Computerspiel wiederum kann mit Werbung bestückt oder es können kostenpflichtige Extras angeboten werden.

Grundsätzlich gilt: Je besser das Spiel, desto mehr Geld lässt sich damit auch verdienen. Also sollte man schon Wert auf eine ansprechende Optik und eine gewisse Qualität legen. Daher kann die Entwicklung eines Spieles schon einiges an Zeit in Anspruch nehmen.

Fazit:

Für den Anfang sollte erst einmal mit einem leicht zu bedienenden Computerspielerstellungsprogramm wie dem GameMaker ein kleines Spiel entwickelt und anschließend an ein Spieleportal oder in Eigenregie verkauft oder auf der eigenen Website (mit Werbung) veröffentlicht werden. Es gibt reihenweise Spieleportale, die Geld für solche kleinen Spiele bezahlen. Es ist schon ein tolles Gefühl, so ein Game geschaffen zu haben, in das man eine Menge Zeit und Arbeit gesteckt hat.

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