Blut spenden

Wer sich ein kleines Taschengeld dazuverdienen möchte und keine Angst vor Spritzen hat, kann dies beim Blutspenden in einer Klinik oder einem Krankenhaus mit gutem Gewissen tun, denn er kann damit auch noch Leben retten. Zudem werden die Vitalfunktionen und die wichtigsten Blutwerte kontrolliert. Ab dem zweiten Spendetermin geht die ganze Prozedur normalerweise ganz flott voran, von da an ist es dann sogar schnell verdientes Geld.

Die Voraussetzung zum Blutspenden ist in erster Linie gesundes Blut. Zudem dürfen nur Menschen ab 18 Jahren spenden, diese dürfen innerhalb der letzten 6 Monaten weder gepierct noch tätowiert worden sein und sich ansonsten auch keiner Operation unterzogen haben. Schwangere und Menschen, die an Eisenmangel leiden oder kürzlich eine Schutzimpfung bekommen haben, dürfen kein Blut spenden. Manchmal dürfen auch Ex-Alkoholiker und andere Menschen kein Blut spenden, das variiert von Spendeort zu Spendeort. Das Trinken von Alkohol und das Essen von fettreichen Mahlzeiten am Vorabend bis zum Zeitpunkt der Blutabnahme ist untersagt. Man sollte vor der Spende aber schon mindestens eine Kleinigkeit gegessen haben und vorher ausreichend (alkoholfreie) Flüssigkeit zu sich genommen haben. Die genauen Modalitäten sollten bei der jeweiligen Spendeinstitution oder auf ihrer Website erfragt werden.

Wer das erste Mal Blut spenden möchte, meldet sich an der Rezeption der Blutspendezentrale (Personalausweis, Reisepass oder Führerschein nicht vergessen), füllt einen Fragebogen zu den persönlichen Daten und eventuellen Ausschlussmöglichkeiten aus, bekommt etwas Blut abgenommen – oft reicht ein Tropfen – und wird dann zum Arzt gerufen. Dieser macht einen Check-Up, der meist die Messung von Blutdruck, Puls, Temperatur und Blutwerten einschließt. Hierbei ist vor allem der Hämoglobinwert wichtig, der etwas über die Eisenvorräte des Körpers verrät. Wenn der Hämoglobinwert zu niedrig ist, darf man kein Blut spenden. Außerdem wird auf Infektionskrankheiten wie AIDS, Hepatitis B + C und Syphilis getestet. Diese Gratisuntersuchung der Blutwerte und der Vitalfunktionen ist ja auch schon einmal beruhigend, wenn sich die Werte im Normbereich befinden.

Der Ablauf des Blutspendebesuchs ist von Institut zu Institut verschieden, also nicht darüber wundern.

Der weitere Ablauf sieht nun so aus, dass man – wenn das Arztgespräch mitsamt dem Check-Up in Ordnung war – entweder noch einmal im Wartezimmer Platz nimmt oder sich gleich auf eine bequeme Liege begibt. Ab der zweiten Spende werden der Schnelltest der Blutwerte und die Messung der Vitalfunktionen wahrscheinlich direkt hier auf einer Liege stattfinden. Meist fragt jetzt der Arzt oder die Arzthelferin noch einmal nach persönlichen Daten wie dem Geburtsdatum und dann geht es los. Es werden über eine Kanüle 500 ml Blut entnommen, das dauert so 10 – 15 Minuten.

Manchmal bekommt man einen elastischen Gegenstand in die Hand, den man drücken soll. So wird die Blutentnahme beschleunigt – aber Vorsicht, wenn sie zu schnell erfolgt, kann das dann auch Kreislaufprobleme bis hin zur Ohnmacht auslösen. Wer weiß, dass er schnell ohnmächtig wird, lässt sich das Fußteil etwas höher und das Kopfteil nicht zu hoch einstellen. Es ist auch empfehlenswert, während der Spende genug zu trinken (wenn das erlaubt ist) und nach Beendigung der Spende den Kreislauf anzuregen (mit den Füßen wackeln).

Es kann sogar passieren, dass man nach der Blutspende ein Glücksgefühl bis hin zur Euphorie empfindet, weil der Körper wegen des Blutverlustes Endorphine ausstößt.

Der Verdienst (der übrigens gar kein Verdienst ist, sondern eine Aufwandsentschädigung, also keine Entlohnung) für eineVollblutspende in Krankenhäusern und Universitätskliniken beträgt 15 bis 25 €. Die Abnahme von Vollblut dauert bis zu 13 Minuten und darf etwa vier bis sechs mal im Jahr stattfinden.

Bei einer Blutplasmaspende beträgt die Aufwandsentschädigung zwischen 25 und 40 €. Die Blutplasmaentnahme dauert circa 45 Minuten und darf bis zu 40 Mal pro Jahr stattfinden.

Eine Thrombozytenspende (die Thrombozytenanzahl muss mind. 250.000/µl Blut betragen) kann zwischen 45 und 70 min dauern und darf alle 14 Tage ausgeführt werden. Die Aufwandsentschädigung beträgt etwa 30 € pro Spende.

Alle Spendemöglichkeiten dürfen parallel ausgeführt werden mit einem Mindestabstand von 4 Tagen. Männer dürfen aufgrund der schnelleren Regeneration häufiger spenden als Frauen.

Es empfiehlt sich, ein Krankenhaus oder eine Universitätsklinik aufzusuchen, da es bei den meisten anderen Spendeinstituten nur Naturalien statt Geld als Aufwandsentschädigung gibt. Das verdiente Geld ist steuerfrei.

Fazit:

Macht man von allen Spendearten Gebrauch, kann man jährlich auf hohe Summen im vierstelligen Bereich kommen, zudem ist es für einen guten Zweck. Schließlich rettet man mit seinem Blut Leben. Wenn das Blutspenden keine gesundheitlichen Probleme bereitet, kann es einem im Gegenteil sogar gut tun.

Diesen Beitrag teilen