Als Promoter arbeiten

Der Promoter-Job gehört zu den beliebtesten Nebentätigkeiten, denn er bringt eine gute Bezahlung mit sich, ist abwechslungsreich und wird vorzugsweise am Wochenende gebucht. Für Promotion-Einsätze werden bis zu 15 Euro pro Stunde gezahlt. Es ist in der Regel keine Vorbildung notwendig, es sei denn, der Einsatz ist mit einer gezielten Beratung oder einer Produkt-Demonstration verbunden. Aber auch in diese Formen kann man sich relativ schnell einarbeiten. Viele Promoter erwerben im Laufe ihrer Einsätze sogar recht professionelle Fähigkeiten, da der ständige Kontakt mit Menschen unter wechselnden Umfeldbedingungen natürlich auch Erfahrungen und Kenntnisse verschafft. Wichtig sind in jedem Fall die Kontaktfreudigkeit und das kommunikative Vermögen des Promoters sowie seine sympathische Erscheinung. Zeigen Promoter die entsprechende Einsatzfreude über die gesamte Dauer ihres Einsatzes, werden sie auch gern für die nächste Aktion wieder gebucht.

Tätigkeit im Auftrag

Warum jeder Auftraggeber so hohen Wert auf das Kommunikationstalent und die angenehme menschliche Wirkung der Promoter legt, wird schon aus der Mehrfachbedeutung des Begriffs Promotion im Marketing deutlich. Er bezeichnet zum einen generell die Kommunikationspolitik eines Anbieters oder einer Marke, zum anderen bedeutet Promotion auch immer personengebundene Werbung. Entweder gilt diese Werbung einem Menschen (z.B. einem Künstler), oder sie wird von Menschen im Direktkontakt übermittelt. Promoter repräsentieren im Rahmen ihres Einsatzes den Auftraggeber, das Produkt oder die Leistung, für die sie werben. Dabei ist es nicht mit der Verteilung des jeweiligen Werbemittels oder dem Aufdruck auf dem T-Shirt getan – vom Promoter erwartet der Auftraggeber noch eine nachdrückliche persönliche Wirkung. Denn die ist das ausschlaggebende Moment im Direktmarketing. Die potenziellen Kunden verbinden dann mit dem Angebot nicht nur einen bestimmten Nutzen oder eine Leistung, sondern auch einen emotionalen Kontakt. Deshalb müssen sich Promoter auch mit den von ihnen beworbenen Produkten oder Inhalten identifizieren können.

Einsatzfelder von Promotern

Die Themen, die Promoter bewerben, sind so vielfältig wie das Wirtschaftsleben oder die Ziele von Organisationen, die auf diese Weise die Öffentlichkeit suchen. Am häufigsten verteilen Promoter Werbematerial im öffentlichen Raum oder auf Privatflächen. Für letzteres braucht der Auftraggeber die Zustimmung des Besitzers oder Verwalters, z.B. in Einkaufzentren oder auf Veranstaltungen. Das ist auch der Grund, warum Promoter mit Veranstaltungsangeboten sich meist im öffentlichen Raum vor einer Location mit ähnlicher Zielgruppe aufhalten. Sie treffen so auf Interessenten für ihr eigenes Produkt, ohne sich auf das Areal des Konkurrenten begeben zu müssen. Andererseits zahlen viele Anbieter aber auch bereitwillig eine Miete für einen Standplatz in einem Bereich, in dem sie genau die Zielgruppe erreichen, auf die ihre Werbung ausgelegt ist. Die Promoter bewegen sich in genau den Bereichen, die der Auftraggeber für sie festlegt.
Beliebt als Promotionsbereiche sind zudem stark frequentierte urbane Plätze, Verkehrsknotenpunkte und sogar Kreuzungen mit langem Rückstau. Im öffentlichen Raum dürfen Promoter ohne Genehmigung aktiv sein, da sie keinen Verkauf durchführen. Promotionsaktionen werden meist gestartet, wenn ein Produkt neu auf den Markt kommt, beim Relaunch von Marken, wenn ein Sonderverkauf ansteht oder beispielsweise eine Gaststätte eröffnet wird.

Die Dauer des Einsatzes beläuft sich meist auf mehrere Stunden. Bei Veranstaltungen und Volksfesten kann sie auch schon einmal den ganzen Tag ausmachen. Dafür sind Pauschalen von 150 Euro keine Seltenheit. Promoter-Jobs gibt es bei auf Direktmarketing spezialisierten Agenturen.